Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Vermieter II

Posted By Kefa on 15. Juni 2009

Am Wochenende waren im Nachbargarten zur Abwechlsung mal die Vermieter aktiv. Diese Vermieter sind glücklicherweise nicht unsere. Allerdings gibt es oft genug Ärger mit denen, weil meine Vermieter und diese Nachbarvermieter sich das Haus teilen und in vielen Dingen nicht einer Meinung sind. Dazu später mehr…

Mit Kärcher und Gummistiefeln bewaffnet haben sie das Moos auf den Platten entfernt. Dazu haben sie erstmal die Sachen, die unter dem Balkon dort standen (Grill, Tisch, Stühle) beiseite geräumt. Diese Dinge haben sie teilweise im Beet zwischengelagert, was die Blumen ihnen mit Abknicken und/oder Umfallen dankten. Ich bin etwas erstaunt, dass sie so grob mit den Blumen und Beeten umgehen, da sie ansonsten, was Gartenarbeit eigentlich alles anbelangt, immer recht pingelig sind. Ich kann es mir nur so erklären, dass sie sich darüber geärgert haben, dass sie das überhaupt machen und dann auch noch den Kram da beiseite räumen mussten. Das sind natürlich nur Vermutungen, ich weiß nicht mal, ob das eine bei den Mietern angekündigte Aktion war.

Sonntag habe ich sie dann dabei beobachtet, wie sie auf einmal Stühle in ihrem Garten putzten, die ganz verdächtig nach unseren Stühlen aussahen. Ich war hin und hergerissen, rauszustürmen und sie anzusprechen oder erstmal abzuwarten und dann später nachzugucken, ob sie wieder da oder entwendet sind. Eigentlich scheue ich seit geraumer Zeit die direkte Konfrontation mit ihnen, nachdem sie mich einmal übelst angemacht und beleidigt hatte, weil meine Mülltonne stinkt, wenn man sie aufmacht. Ich hatte schon ganz wüste Spekulationen, was sie mit den Stühlen wollen. Zum Beispiel, dass sie denken, die würden in ihren Keller gehören und sie einfach mal einsacken. Letztendlich, als ich mich etwas abgeregt hatte, kam ich auf die Idee, dass sie die Stühle beim kärchern evtl. beschmutzt haben und nun, pingelig, wie sie sind, wieder sauber machen. Damit hatte ich auch recht, wie ich kurze Zeit später erfuhr. Da rief nämlich meine Vermieterin an (immer wieder süß: Sonntag, 10:30 Uhr: “Hab ich Sie geweckt?” “Ähhhh, nein?!?!” *Schön wär’s, wir haben Katzen…*). Sie wollte mir sagen, dass gerade die Nachbarhausvermieter angerufen hätten und sie wohl beim Gang durch unseren Keller festgestellt hätten, dass die Kellertüre offen stehen würde. Mal abgesehen davon, dass sie die Stühle, die sie auf diesem Wege zum Putzen holen wollten, auch viel weniger umständlich durch einen Gang durchs Gartentor hätten holen können, haben sie verdammt noch mal nichts in unserem Teil des Keller verloren. Dass die Kellertür zwar nicht abgeschlossen war, allerdings von außen einen Knauf hat, kommt noch hinzu. Ich möge doch bitte (zumindest für heute) die Kellertür zuschließen.”Sonst kommt man durch diese Tür ja ins ganze Haus, wenn die immer offen steht!!!”.Ich würde eine geschlossene, aber nicht abgeschlossene Tür mit Knauf nun nicht direkt als offen stehend bezeichnen, aber gut. Ich sitze am kürzeren Hebel, also schloss ich die Tür gestern zur Feier des Sonntages einmal ab.

Wir werden jetzt an die Tür, die zu unserem Keller führt, einen kleinen “Für Unbefugte betreten verboten!”-Hinweis anbringen. Am besten schließen wir da bei der Zwischentür dann auch mal ab.

Weswegen ich aber eigentlich diesen Beitrag geschrieben habe: eben habe ich mir das ganze im Garten mal angeschaut. Ich muss zugeben, so sauber waren unsere Gartenstühle wahrscheinlich lange nicht mehr. Aber eigentlich hätten die Witzbolde da noch ein wenig mehr zu tun gehabt. Unser Terracottaofen sieht nun so aus:

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links: die dem Garten zugewandte Seite                    rechts: so sollte der eigentlich rundherum aussehen

Mal ganz davon abgesehen ist die Wand (!!), der Ascheeimer und der Kübel auch ziemlich dreckig. Da ich unter dem Balkon gerade aufgeräumt habe, weiß ich zufällig, wie es da vorher aussah. Ich bin am überlegen, ob ich zum ersten Mal zum Gegenangriff übergehen und meinen Vermieter über dieses Fehlverhalten aufklären sollte. :-D

Ich glaube, wenn das meine Vermieter wären, würde ich schon lange nicht mehr hier wohnen…

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