Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Ab in den Untergrund – Das Finale

Posted By Kefa on 2. Dezember 2008

Ab in den Untergrund 1
Ab in den Untergrund 2
Ab in den Untergrund 3
Ab in den Untergrund 4

Bronto klettert als erstes die Sprossenleiter hoch und testet, ob die Falltür verschlossen ist. Sie ist offen und durch einen Spalt sieht Bronto einen recht kleinen Troll, der Wache hält und auch in ihre Richtung schaut. Nachdem die ganze Gruppe durch die Falltür geklettert ist, verschaffen sie sich kurz einen Überblick. Der Troll ist allein in diesem Raum und es gibt zwei Türen. Aus der rechten Tür hört man schon ziemlich laut Musik mit Steinen drin, die andere liegt am Ende von ein paar Stufen nach oben, links hinter dem Troll. Dieser beäugt unsere Abenteurer misstrauisch von oben bis unten und sagt schließlich recht laut: „Ihr nicht rein dürft!“
Berthold ergreift sofort das Wort und sagt, dass sie unbedingt Litho treffen müssen, es sei sehr wichtig. Der Troll kriegt große Augen, da Berthold scheinbar ein sehr guter Freund sein muss, wenn er Lithoklast bei seinem Spitznamen nennt. „Ihr nicht rein dürft?!“, versucht er noch einmal, seine Aufgabe als Wachtroll wahrzunehmen, wobei er aber eher so klingt, als stelle er eine Frage. Berthold merkt, dass er den Troll verunsichert hat und versucht es weiter. Er bestätigt ihm noch mal, dass er ganz dringend zu Litho muss, nicht nur Litho selbst, sondern die ganze Kunstaktion ist in Gefahr. Der Wachtroll guckt Berthold mit großen Augen und leicht offenem Mund an. Berthold fragt, wie sein Name ist. „Haken“, erwidert der Troll. „Ich halte hier Wache“, fügt er unnötigerweise hinzu. Berthold versucht weiter, Haken davon zu überzeugen, die Gruppe durchzulassen: „Litho ist sicherlich begeistert, wie hervorragend Haken hier Wache hält. Doch bei so einer unglaublich großen Sache wie der Kunstaktion ist es ganz wichtig, dass nichts schief geht. Haken würde sicher befördert werden, wenn sich nachher herausstellte, dass er heldenhaft in so einer brenzligen Situation Ruhe bewahrt und die richtige Entscheidung getroffen hatte.“ Haken guckt ziemlich verwirrt drein, so als würde er kein Wort verstehen. Berthold versucht es noch einmal einfacher: „Du weißt, wie wichtig diese Aktion ist, oder?“ Haken nickt langsam. „Du weißt auch, dass nichts schief gehen darf heute Abend?“ Haken nickt weiter. „Möchte Haken mithelfen, dass heute Abend alles glatt geht?“ Haken nickt eifriger. „Dann muss Haken die Freunde von Litho durchlassen, damit sie ihm helfen können!“ „Freunde von Lithoklast!“ ruft Haken laut und salutiert. „Geht da rein!“ Haken zeigt auf die rechte Tür, aus der auch die laute Musik ertönt.

Erleichtert macht sich die Gruppe auf den Weg an Haken vorbei zu der Tür. Dahinter befindet sich ein recht großer Raum, der an eine Höhle erinnert. Der Boden ist dreckig, er sieht fast so aus wie festgetretene Erde. Am Ende des Raumes befindet sich eine provisorisch zusammengebaute Bühne, auf der ein Mensch, ein Troll und ein Zwerg gemeinsam Musik mit Steinen drin machen. Einige Menschen sitzen oder stehen verteilt im Raum, alle mit dem Gesicht zur Bühne hin gerichtet. Kaum einer bemerkt, dass jemand die Kneipe betreten hat. An der rechten Seite ist eine Art Tresen mit einem Barkeeper, auf den Barhockern sitzen auch ein paar Gäste. Froh darüber, wie gut sein Trick bei Haken funktioniert hat, versucht Berthold es gleich weiter bei dem Barkeeper. Er versucht, die Musik zu übertönen und ruft dem Barkeeper zu, dass er dringend zu Litho muss. Der Barkeeper schaut etwas misstrauisch drein. „Seit ihr Freunde von ihm? Nicht viele dürfen ihn so nennen.“ Berthold ist kurz etwas verunsichert, macht aber dann weiter: „Wir sind wegen der Kunstaktion hier, es gibt Probleme, die Wache hat Wind davon bekommen!“ Der Barkeeper wird blass. „Wie konnte das passieren? Am besten, ihr sagt es Lithoklast selber, er ist hinten in seinem Raum. Wenn ihr wirklich recht habt, müssen wir die Aktion evtl. sofort starten, aber das entscheidet allein der große Lithoklast!“

Unsere Helden beeilen sich, möglichst schnell und unauffällig durch die Tür hinter der Theke zu verschwinden, bevor noch irgendwem auffällt, dass sie hier nichts zu suchen haben. Sie finden sich in einem langen Gang wieder, der voll gestellt ist mit Pulverkisten, wie sie sie auch schon in der Kanalisation gesehen haben. Von diesem Gang gehen vier Türen ab, Berthold, Bronto und Zac prüfen natürlich vorsichtig jede Tür. Die ersten beiden führen in Lagerräume. Einer ist etwas kleiner und wird scheinbar von den Dekonstruktivisten genutzt, man sieht Künstlerutensilien jeglicher Art. Der andere ist voll gestellt mit Tischen, Stühlen, Barhockern und Fässern, er sieht nach einem Lagerraum für die Untergrundkneipe aus. Der nächste Raum ist voll mit Chemikalien, kleinen Gläsern und Töpfen. Brontos kriminalistischer Blick entlarvt ihn sofort als eine Art Alchemielabor. Zac vermutet, dass hier das Pulver Nr. 1 hergestellt wurde. Bronto überprüft vorsichtig auch noch mal die Kisten auf dem Flur. Auch hier ist Pulver Nr. 1 drin.

Die letzte Tür ist etwas stabiler als die anderen und fühlt sich irgendwie kalt an. Es braucht eine gewisse Kraftanstrengung, die Tür aufzudrücken, aber Bronto schafft es schließlich. Unsere Helden ahnen es schon, als ihnen ein kalter, schneidiger Hauch entgegen weht, während sie die Tür ganz aufstoßen. Dahinter liegt eine Kühlkammer, die Wände sind mit Eis überzogen und es herrschen eisige Temperaturen. In der Mitte des Raumes befindet sich ein einzelner großer Stuhl auf dem ein großer Troll in Denkerpose sitzt. Die schwere Tür fällt hinter unseren Abenteurern wieder zu. Die plötzliche Kälte lässt sie frösteln und ab sofort müssen sie regelmäßige Widerstandsproben bestehen. Der Troll sitzt gelassen da und schaut sie an. Nach einem kurzen Moment sagt er: „Ich bin Lithoklast.“
Berthold ergreift wieder als erster das Wort und bombardiert Lithoklast mit Fragen, wieso er die halbe Stadt zerstören will und was es mit dem Dekonstruktivismus auf sich hat. Lithoklast beantwortet alle Fragen in Rätseln: „Ihr habt viele Fragen, und obwohl die Ereignisse dein Bewusstsein verändern werden, so bleibst du unwiderruflich ein Mensch, du ein Zwerg und ich ein Troll. Während die Anderen das alles auf eine sehr diffuse Weise erleben, ist deine Erfahrung diesbezüglich sehr viel präziser, in Anbetracht der Magie. Ich bevorzuge es, von einem Auftreten einer integralen Anomalie zum Auftauchen der nächsten zu zählen, wobei es diesmal die Vollendung sein wird. – Hoffnung – Sie ist die wesentlichste menschliche Illusion, die beides ist, sowohl Quelle eurer größten Stärken als auch eurer größten Schwächen.“

Bronto merkt, dass Lithoklast scheinbar nur Zeit schinden will. Außerdem bemerken insbesondere Zac und Berthold, dass es ihnen immer schwerer fällt, auf den Beinen zu bleiben bei der Kälte. Bronto wirft ein, dass sie Lithoklast aufhalten werden, die Wache ist bereits informiert. Lithoklast lacht einmal laut auf und sagt dann, dass sie nichts mehr tun können. Bis die Kunstaktion vorbei ist, werden sie diesen Raum nicht mehr verlassen, es ist bereits alles vorbereitet und bald wird schon alles vorbei sein. Bei diesen Worten erhebt er sich langsam von seinem Stuhl. Die Gruppe bemerkt, dass sie schnellstens hier raus müssen, doch Lithoklast, durch die Kälte nicht nur intelligent, sondern auch recht schnell geworden, schiebt sich zwischen die Abenteurer und die Tür, so dass sie nicht ohne weiteres an ihm vorbei kommen. Unsere Helden machen sich kampfbereit, obwohl sie sich gar nicht wohl dabei fühlen, gegen einen gefährlich intelligenten Troll zu kämpfen, während sie sich aufgrund der Kälte kaum auf den Beinen halten können. Geistesgegenwärtig murmelt Berthold in seinen Ziegenbart und formt die erste Feuerkugel in seiner Hand. Bronto versucht, Lithoklast mit gezielten Axthieben von der Tür wegzudrängen, doch Lithoklast scheint davon recht unbeeindruckt zu sein. Immerhin scheint er nicht besonders aggressiv zu sein, er holt mit seinen riesigen Armen nicht zu gefährlichen Schlägen aus, aber es reicht, um unsere Helden auf Abstand zu halten. Berthold gibt alles, was seine Zauberkunst hergibt und versucht, Lithoklasts Kopf und Gehirn auf ein erträgliches Maß zu erhitzen, indem er ihm einen Feuerball nach dem anderen an den Kopf wirft. Zac kann leider mit seinen Matschzaubern nicht viel ausrichten und hilft deswegen Bronto dabei, irgendwie an die Tür zu kommen. Lithoklast merkt man die Erhitzung so langsam an, er faselt zwar immer noch weiter vor sich hin und versucht, seine Kunstaktion zu erklären, jedoch kommen die Worte immer abgehackter. Plötzlich kommt Berthold eine Idee und er ruft seinen Mitstreitern zu, nicht mehr auf Lithoklast einzuschlagen, wenn er umfällt. Er murmelt wieder weiter und spricht einen neu gelernten Schlafzauber, der tatsächlich anschlägt und Lithoklast an der Wand herunter gleiten lässt. Berthold legt den Finger auf den Mund und erklärt seiner Gruppe flüsternd, dass dies ein ganz normaler Schlaf ist, jedes laute Geräusch kann ihn wieder aufwecken. Leise schleichen sich die zitternden Abenteurer aus der Kühlkammer und beschließen, sofort selbst zur Wache zu gehen und mit Verstärkung wieder zu kommen. Die Kunstaktion selbst dürfte aufgrund ihrer Sabotage an den Kisten keinen größeren Schaden mehr anrichten, aber trotzdem müssen die Dekonstruktivisten noch gefasst werden. Als sie wieder in der Kneipe sind, kommt Berthold noch eine Idee. Er geht forschen Schrittes auf den Barkeeper zu und sagt zu ihm, dass Lithoklast momentan auf keinen Fall gestört werden darf, niemand darf zu ihm, dass hätte Litho ausdrücklich gesagt. Er müsse genauestens über die neue Situation nachdenken und darf dabei nicht gestört werden. Der Barkeeper scheint ihm das abzunehmen, denn er nickt nur und stellt sich straff hin, als wäre er froh, endlich eine neue wichtige Aufgabe zu haben.
Als sie die Kneipe verlassen, springt Haken von seinem Stuhl auf und salutiert schwungvoll, so dass er sich fast selber k.o. schlägt. „Freude von Litho“, murmelt er. Berthold sagt langsam und deutlich zu Haken, dass er jetzt gut aufpassen muss. „Niemand darf Litho jetzt stören, er ist in höchster Konzentration. Niemand darf hier durch zu Litho, wenn er nicht begleitet wird von Lithos Freunden.“ Dabei zeigt Berthold auf sich und seine Mitstreiter. Haken salutiert wieder heftig und Berthold lobt ihn: „Wenn du das jetzt richtig machst, Haken, dann wirst du sicherlich befördert werden!“ „Haken guter Wachtroll“, bestätigt Haken und setzt sich wieder aufmerksam auf seinen Stuhl. Bronto überprüft, wohin die Tür am Ende der Stufen hinführt und stellt mit Zacs Hilfe fest, dass sie sich in der Tonstraße befinden. Glücklich darüber, nicht wieder durch die Kanalisation zu müssen, machen sich die drei auf den Weg zur Wache.

Dort angekommen erwartet man sie bereits, der Bote des Patriziers scheint die Nachricht schon gebracht zu haben. Mumm ist hocherfreut zu hören, dass Bronto und ihre Zaubererfreunde auch den Unterschlupf der Dekonstruktivisten ausfindig gemacht haben, denn ohne diesen ist es natürlich schwer, die Künstler dingfest zu machen. Zunächst konnte er nur Einsatzteams direkt in die Kanalisation schicken. Zusammen mit Detritus, Angua und Karotte machen sich unsere Helden wieder auf den Weg zur Untergrundkneipe der Künstler. Auf dem Weg dahin berichten sie alles, was sie dort gesehen haben. Detritus warnt vor Lithoklast, denn dieser wird, sobald er aufwacht, wieder so intelligent wie vorher sein, allerdings ist Detritus vorbereitet. Bei diesen Worten zeigt er auf seinen Helm mit integrierter Kopfkühlung. Zac meint, dass Lithoklast auch nicht besonders gewalttätig schien, ansonsten wären sie da kaum heil heraus gekommen. Berthold fragt Detritus, ob es in der Wache noch Platz für einen jungen Troll gibt, der zwar nicht besonders helle, aber sehr eifrig dabei ist, ein Wachtroll zu werden. Möglicherweise könnte er ihn unter seine Fittiche nehmen, damit er nicht auf die schiefe Bahn gerät. Detritus sagt, er wird sehen, was er da machen kann.

Wieder in der Tonstraße angekommen finden die sechs Haken auf seinem Wachposten vor. Als sie den Raum betreten, salutiert er wieder und springt dabei von seinem Stuhl auf. Berthold sagt, „Gute Arbeit Haken!“, und Detritus klopft ihm auf die Schulter. „Ich habe gehört, du bist ein guter Wachtroll, Haken?!“ Haken salutiert so eifrig, dass er tatsächlich unter seinem harten Schlag zusammenbricht und auf seinen Stuhl sackt. Berthold, Zac, Bronto, Angua, Detritus und Karotte betreten nun die Kneipe. Ein paar mehr Gäste drehen sich um und schauen die Gruppe verunsichert an. Langsam bemerken sie, dass es möglicherweise ein Problem gibt. Die Band mit Steinen drin hört auf zu spielen und eine unangenehme Stille entsteht. Der Barkeeper wird sichtlich blass, jedoch nun ist es zu spät.

Angua und Karotte stellen klar, dass hier jetzt niemand den Raum verlässt, um Angua zu verärgern, bevor sie nicht die Namen aller Anwesenden aufgenommen haben. Sie würde sicherlich die Fährte aufnehmen können. Detritus lässt sich von Berthold, Zac und Bronto den Kühlraum zeigen und nimmt Lithoklast ohne Probleme fest. Dieser versucht allerdings immer noch, seine Kunstaktion anzupreisen und versichert allen, die es hören wollen, dass er wirklich in der Zerstörung der halben Stadt einen künstlerischen Wert sieht und dass alle anderen nur zu blind sind, dies zu erkennen.

Berthold, Zac und Bronto sind zufrieden, sie haben es geschafft, die Dekonstruktivisten rechtzeitig zu behindern. Karotte entlässt unsere drei Helden vorerst und schlägt vor, dass sie am nächsten Tag zur Wache kommen, um sich eine kleine Belohnung abzuholen, denn sicherlich zeigt der Patrizier sich erkenntlich, wenn jemand halb Ankh-Morpork vor der Zerstörung bewahrt. Außerdem würde er sich gerne noch genauer zu den Vorkommnissen in der Kanalisation befragen, aber nun sollen sie sich erstmal ausruhen.

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