Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Papier Maschinen von Walter Ruffler

Posted By Kefa on 22. November 2008

Endlich habe ich den Geburtstag meiner Schwester hinter mich gebracht und kann über eine sehr lustige Geschenkidee berichten, die ich bisher noch verschweigen musste, damit sie davon keinen Wind bekommt. Denn insgesamt haben wir dieses Jahr schon dreimal Geldgeschenke ganz besonders verpackt, nämlich in Form von einem zusammengebauten Bausatz von Papier Maschinen von Walter Ruffler. Die Idee stammt von einer Arbeitskollegin, die den Chaos Computer für eine Freundin zur Hochzeit zusammenbaute. Darin war überall Geld versteckt, welches sich allerdings nicht entfernen ließ, ohne die Maschine zu zerstören. Da wir schon ahnten, dass der Zusammenbau sehr aufwändig ist, haben wir beschlossen, das Geld außen dran zu tun, damit die Maschine auch später noch benutzt werden kann.

Es lagen zwei 30. Geburtstage und ein 40. an, also haben wir uns mit Bausätzen eingedeckt. Für eine ehemalige Kommilitonin, jetzt Informatikerin haben wir den Chaos Computer gewählt und für meinen ehemaligen Mitbewohner, inzwischen Mitglied in einem Motorrad-Club natürlich das Off Road Motorrad. Meine liebe Schwester, auch begeisterte Motorradfahrerin bekam ebenfalls ein Motorrad, allerdings mit einer Frau drauf. Auf der Seite von Walter Ruffler könnt ihr euch die Maschinen auch alle in Aktion ansehen, ich werde hier mit meinen Bildern nur unseren “Leidensweg” beschreiben, den wir beim Zusammenbau durchlaufen haben ;-) Außerdem hatte ich da leider noch keine Kamera, das sind alles noch “Handybilder”, außer natürlich die aktuellsten.

Es ging also los, wir fingen mit dem Motorrad an. Da Baum auch mit uns schenken wollte, unterstützte er Fenris und mich tatkräftig beim Bau. Es ging damit los, die ganzen Teile auszuschneiden. Vorher sollte man (Danke für den Tipp an meine Kollegin), alle Teile hinten drauf beschriften, damit man sie nachher wieder zuordnen kann. Außerdem erwies sich ein Teppichmesser und ein Lineal als sehr hilfreich.

vorbereitung.JPG schnipsel.JPG

Beim Ausschneiden stöhnten wir irgendwann so vor uns hin und eine unangenehme Stille machte sich breit, hatten wir uns doch zu viel vorgenommen? Das sah nach ganz schön viel Arbeit aus. Glücklicherweise kamen wir am ersten Abend doch noch dazu, die ersten Dinge zusammenzukleben und wir schöpften neue Hoffnung. Insbesondere, als die ersten Teile zusammengebaut waren und trotzdem beweglich und funktionstüchtig waren, hatten wir wieder Spaß am Zusammenbau. Am ersten Abend kamen wir so weit, dass der Unterbau und das Motorrad fertig waren.

motorrad.JPG

Das coolste an dem Motorrad ist ja, dass die Räder und der Lenker total beweglich sind, ich hab beim Zusammenbau immer wieder gestaunt, wie das alles funktioniert.

Am zweiten Abend haben wir uns den Fahrer vorgeknöpft und auch da war ich über die Technik erstaunt, wie man die Arme und Beine zusammenfügt, so dass die Gelenke halten aber beweglich sind. Baum kämpfte derweil mit dem Hut und der Nase, die ganz ohne Klebefläche irgendwie zusammen geklebt werden mussten.

Als es so weit war, dass der große Moment der Endmontage gekommen war, mussten wir natürlich erstmal auf unser Werk anstoßen.

motorrad_mann_kopflos.JPG

Jetzt fehlte nur noch der Kopf und der Rucksack und die Hände mussten befestigt werden. Wir konnte kaum abwarten, bis endlich der Kleber getrocknet war, damit wir die Maschine ausprobieren konnten.  Bei den Händen mussten wir ein paar Büroklammern zu Hilfe nehmen, denn die wollten einfach nicht so halten :-D

motorrad_mann_haendefest.JPG

Endlich hatten wir es geschafft und am nächsten Tag konnten wir auch gefahrlos die Maschine laufen lassen :)

Wir haben dann noch ein paar Bilder mit besserer Kamera und Geld dran gemacht, wo man die verschiedenen Stadien der Bewegung sieht.

motorrad_mann.JPGmotorrad_mann-2.JPG

motorrad_mann-3.JPGmotorrad_mann-4.JPG

Als nächstes haben wir den Chaos Computer in Angriff genommen, den es leider nur mit Mann gab.  Bei diesem Bau hat uns netterweise Don unterstützt, da er sich auch am Geschenk beteiligen wollte. Wieder haben wir uns abends getroffen, allerdings diesmal unter erschwerten Bedingungen, weil ich zu der Zeit auch noch meine Nichte bzw. meinen Neffen zu Besuch hatte. Das heißt, wir konnten erst um 21:00 Uhr anfangen, wenn das Kind im Bett war. Beim Computer waren wir so konzentriert am Arbeiten, dass ich da gar nicht so viele Bilder gemacht habe, aber vom Endprodukt gibt es natürlich auch welche:

pc-typ-1.JPGpc-typ-2.JPG

Und auf dem Monitor standen dann unsere Glückwünsche.

pc-typ-3.JPG

Zu guter Letzt habe ich zusammen mit meinen Eltern für meine Schwester noch so ein Motorrad gebaut, diesmal mit Fahrerin (die wahlweise auch als Beifahrerin beim Mann mitfahren könnte).

Wir haben wieder zwei Abende gebraucht, aber irgendwie ging es diesmal doch etwas besser, weil ich das schon mal gemacht hatte.

motorrad_frau.jpg

Also ich finde diese Papiermaschinen wirklich klasse und das Bauen hat auch insgesamt sehr viel Spaß gemacht, allerdings sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, dass man sehr genau sein muss und lange daran bastelt. Mehr Spaß macht es natürlich mit mehreren, man kann die Aufgaben gut verteilen. Und ich glaube, die Beschenkten haben sich sehr gefreut :)

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Comments

8 Responses to “Papier Maschinen von Walter Ruffler”

  1. piranja sagt:

    Also, ich fand die Idee spitzenmäßig, und vor der mördermäßigen Fummelarbeit kann ich nur den Hut ziehen, ich glaube, das ist nichts für ungeduldige Menschen (zu denen ich mich zähle). Ich habe mich sehr über mein “rasendes Pendant” gefreut (und natürlich auch über die “Zugaben”…)! DANKE nochmal an alle Mitbastler!

    Piranja

  2. Kefa sagt:

    Bitte, gern geschehen, das freut einen zu hören :)

  3. Norbert sagt:

    Für mich wäre das nichts, die Geduld würde ich nicht aufbringen können. Aber es sieht echt klasse aus und ist eine echt coole Geschenkidee :-)

  4. Renate sagt:

    Hi Kefa,
    was für eine gelungene Geschenkidee und Hochachtung vor der Ausführung!!!!!
    Renate

  5. Kefa sagt:

    Danke danke :)
    Das ist wirklich eine aufwändige Fummelei, aber es macht Spaß, vor allem, wenn so was Cooles dabei heraus kommt. Man muss nur frühzeitig damit anfangen, sonst könnte es eng werden :D

  6. herzekind sagt:

    Hallo an die fleißigen Bastler. Sieht ja wirklich alles ganz klasse aus.
    Würdet ihr das Ergebnis als Spielzeug oder als Kunst betrachten?
    Lieben Gruß

  7. Kefa sagt:

    Danke.
    Das ist wirklich eine gute Frage. Ich würde sagen, sowohl als auch. Denn “spielen” kann man ja damit, wobei das natürlich nicht zum Dauergebrauch gedacht ist. Wenn man es erstmal gebaut hat (auch irgendwie eine Art Spiel für mich), stellt man es ja eher aus (Kunst) und demonstriert eher selten mal die Funktionsweise (Spiel und Kunst?!).
    Viele Grüße.

  8. Geschenkidee sagt:

    Interessanter Blog;
    vor allem will ich gar nicht wissen wieviel arbeit dahinter steck!

    Es lohnt sich immer wieder hier vorbeizuschauen; Man sieht immer wieder neues und bekommt neue inspirationen.

    Danke

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