Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Ab in den Untergrund 1

Posted By Kefa on 21. Oktober 2008

Unsere kleine Rollenspielgruppe hat sich mal wieder getroffen, um eines von Rolands Abenteuer auszutesten. Kanalisation Reloaded war die Grundlage dafür. Unsere Gruppe, die großartigen Ermittler der SoKo Kerkerdimensionen, wird auch dieses Mal dabei sein.

Alles beginnt in der beliebten „Geflickten Trommel“, wo Bronto Erzklopfer, Berthold Brenngut und Zacharias (kurz Zac) Ziegel zusammen sitzen und sich ein Bierchen genehmigen. Sie sind inzwischen Freunde geworden, nachdem sie nur knapp dem Monster aus den Kerkerdimensionen entkommen sind. Sie sind gerade ins Gespräch vertieft, als ein etwas älterer Herr an ihren Tisch kommt und sie unterbricht. Er stellt sich als Ivan Flachpfanne vor, Mitglied der Klempnergilde in Ankh-Morpork. Er sei auf der Suche nach einer Gruppe Abenteurer, die ihm unter die Arme greifen könnte, da er ein etwas delikates Problem hat. Die Gruppe wird neugierig und fragt nach, worum es genau geht. Ivan Flachpfanne erklärt, dass er gerade damit beauftragt ist, den Patrizierpalast an die neue entdeckte Kanalisation anzuschließen, denn sobald die Kanalisation wieder in Betrieb genommen werden soll, wäre es ja nicht auszudenken, wenn ausgerechnet der Palast keine Abwasserversorgung hätte. Die drei Abenteurer bekommen große Augen, denn von der Kanalisation hatten sie noch gar nichts gehört. Ivan ist verwundert, denn eigentlich spricht die ganze Stadt davon und man hört jede Menge Gerüchte darüber. Er weiht unsere Helden ein, dass es sogar das Gerücht gibt, dass die Assassinengilde die ganze Zeit darüber Bescheid gewusst hatte, da sie dort einen geheimen Ausgang hatten. Berthold fällt es sofort wieder ein: der Geheimausgang der Assassinen! Davon hatte der Schüler also gesprochen, diesen Ausgang benutzte Paolo Kopfig, als er sich heimlich mit seinem Freund traf. Er überlegt kurz, ob sich da nicht eine hervorragende Gelegenheit bietet, diesen geheimem Eingang genauer zu untersuchen. Ivan unterbricht ihn in seinen Gedanken und erzählt nun von seinem Problem. Zwei seiner Handwerker, Marius und Ludovicus, sind verschwunden, als sie die Kanalisation genauer untersuchen sollten. Bei der letzten Berichterstattung erzählten sie noch von komischen Geräuschen aus einem der Gänge und am nächsten Tag kamen sie nicht mehr wieder zurück. Bronto wirft sofort ein, dass dies doch ein Fall für die Wache wäre und fragt, wieso er sich nicht an Kommandeur Mumm wendet. Ivan erklärt, dass der Patrizier nicht möchte, dass bekannt wird, dass sein Palast keinen Kanalisationsanschluss hat und deswegen ist diese ganze Aktion streng vertraulich. Aus diesem Grund kann sich Ivan eigentlich auch keine Verzögerung leisten und er hat dem Patrizier noch nichts von den Komplikationen berichtet. Er hofft, dieses Problem lässt sich schnell unter der Hand lösen, so dass keiner etwas davon mitbekommt. Er würde natürlich die Gruppe gut bezahlen, wenn sie ihm helfen würde. Außerdem dürfen sie natürlich kein Wort darüber zu jemand anderem verlieren.

Nun wird die Gruppe natürlich noch neugieriger und sie verhandeln über die Bezahlung. Ivan bietet ihnen 25 $ (Ankh-Morpork-Dollar) pro Nase an, was bei der Gruppe auf Unmut stößt. Sie diskutieren lange mit Ivan, der in seiner verzweifelten Lage natürlich irgendwann darauf eingeht, ihnen sogar 30 $ zu zahlen, 15 jetzt, 15 nach Erledigung. Berthold ist noch sehr beeindruckt von seinen Erfahrungen mit den Kerkerdimensionen und als er von komischen Geräuschen hört, denkt er die ganze Zeit schon wieder nur an Monster mit Tentakeln. Trotzdem werden sie sich nach einiger Zeit endlich einig und sie verabreden sich für den nächsten Morgen vor dem Patrizierpalast.

Die Gruppe besorgt sich zunächst noch drei Laternen, Berthold packt seine Provianttasche und Bronto nimmt ihre Spitzhacke von zu Hause mit. Außerdem haben sie Papier und Feder dabei, um sich eine Karte zeichnen zu können. Ivan erwartet sie bereits und bringt sie an den Palastwachen vorbei in den Garten des Patriziers, wo sich ein Eingang zur Kanalisation befindet. In der Nähe hat Ivan eine Art Baustellenunterstand errichtet, wo sich Werkzeug u. ä. befindet. Dort sollen die Spieler ihn wieder treffen, wenn sie etwas herausgefunden haben. Er gibt ihnen noch die Info, dass die beiden vermissten Handwerker berichtet hatten, dass aus dem Gang links die Geräusche kamen. Dieser führt tiefer in die Stadt hinein. Rechts herum geht es Richtung Ankh. [An dieser Stelle hab ich leider verpasst zu sagen, dass die beiden Handwerker Marius und Ludovicus wahrscheinlich rechts herum gegangen sind, ein folgenschwerer Fehler...]

Unsere Gruppe entzündet ihre Laternen und beschließt, erstmal in Richtung der komischen Geräusche zu gehen. Bronto machte an jeder Ecke halt und zeichnete auf ihrer Karte ein, was sie gesehen haben. So schlängelt sich die Gruppe quer durch die Kanalisation, in die völlig falsche Richtung und zeichnen die Karte. :-D An jeder Kreuzung entbrennt eine heiße Diskussion, in welche Richtung sie weiter gehen wollen. Es gibt immer zwei oder drei Abzweigungen. Zac ist dafür, immer links herum zu gehen, Bronto meint, dann laufen sie sicherlich im Kreis und Berthold stimmt immer konsequent dagegen, was die anderen gesagt haben. Bei einer Kreuzung werfen sie tatsächlich auch mal eine dreiseitige Münze und irgendwann sind sie es leid, jedes Mal zu diskutieren. Dann wird endlich beschlossen, dass der Zwerg vorgeht. Zwischendurch horchen sie mal auf und tatsächlich, irgendwann sind sie nah genug an der Stelle, wo sie auf jemanden treffen [geplant war das viel später]. Kurz vorher haben sie sogar einen weiteren Ausgang aus der Kanalisation gefunden, der sogar gut erhalten war. Dieser war allerdings abgeschlossen und die Gruppe hat glücklicherweise daraufhin verzichtet, den Ausgang aufzubrechen.

Zac allerdings, der in seiner Zeit in der Unsichtbaren Universität die Straßen von Ankh-Morpork intensiv studiert hat, tippt darauf, dass sie sich ungefähr unter der Straße schlauer Kunsthandwerker befinden. Da das keinem was genaueres sagt, geht die Gruppe weiter.

Sie hören also Stimmen und versuchen, sich an zu schleichen. Dabei vergessen sie allerdings, ihre Laternen aus zu machen, ganz geschweige davon, dass keiner von ihnen schleichen kann. Als sie bemerken, dass es eh nichts nützt, die andere Personengruppe sie aber trotzdem nicht zu bemerken scheint, ruft Berthold laut „Heho, Wandersleut, seid gegrüßt!“ in ihre Richtung.

 Ab in den Untergrund 2

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Comments

4 Responses to “Ab in den Untergrund 1”

  1. Annie sagt:

    hihi :)

  2. Roland sagt:

    Hi Kefa,

    erneut vielen herzlichen Dank für den Spielbericht. Freue mich schon unheimlich auf die weiteren Folgen. :)
    Hoffe, euch hat mein kleines Abenteuer ein wenig Freude bereitet.
    Gruß,

    Roland

  3. Kefa sagt:

    Hu, ich habe schon was wichtiges vergessen, nämlich die ewige Diskussion der Gruppe an jeder Kreuzung, wohin sie jetzt weiter gehen wollen… hab oben stehenden Text also noch mal leicht bearbeitet.

    @Annie: :-P

    @Roland: Hehe, bitte, bitte, viel Spaß beim Lesen! Wir hatten jede Menge Spaß, auch wenn ich manchmal ein wenig ins Schwitzen kam :-D

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