Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Familientreffen 2008

Posted By Kefa on 9. September 2008

Am letzten Wochenende war ich auf einem großen Familientreffen. Mein Vater trifft sich schon seit Jahren regelmäßig mit seinen Geschwistern und nun entstand die Idee, so ein Treffen mal zu erweitern und auch alle Exfrauen und -männer, Kinder und Enkel samt Anhang einzuladen, weil man die ja sonst auch gar nicht mehr sieht. Außerdem würden sich dann auch mal wieder Cousins und Cousinen treffen, die sich in Kindertagen auch regelmäßiger gesehen haben. Da ich altersmäßig so ein Nachzügler war (11 Jahre jünger), hatte ich noch weniger Kontakt zu meinen Cousins und Cousinen als meine Schwester.

Wer also die ganze Story lesen will, der möge bitte auf den Link unten klicken, wer dazu keine Lust hat, der bekommt mal wieder Katzenbilder ;)

kater_ankum.JPG kater_ankum_2.JPG

Das ist der kleine süße Kater, der dem Bauernhof zugelaufen war.

Als Treffpunkt wurde ein Bauernhof in Ankum ausgewählt, wo meine Tante und Onkel und auch die Familie meiner einen Cousine schon des öfteren Urlaub gemacht haben. Schon im Vorfeld gab es einige Diskussion bzgl. des Wochenendes. Denn natürlich kostet so ein Wochenende mit Übernachtung einen Haufen Geld, Verpflegung kommt noch dazu. Da ist es immer so eine Frage der Prioritäten, ob man wirklich über 100 Euro für ein Wochenende hinblättert, um sich mit Leuten zu treffen mit denen man ansonsten nicht wirklich was zu tun hat, obwohl man das Geld absolut nicht über hat – aber andererseits ist es halt eben “die Familie”. Fenris zum Beispiel hat von vorneherein gesagt, dass er an sowas nicht teilnehmen möchte, weil er die ganzen Leute überhaupt nicht kennt und es ihm für ein Kennenlernen einfach zu teuer ist. Er ist eh kein Freund von Familienfeiern und zwanghaften gesellschaftlichen Verpflichtungen (“Tut er das nicht mal dir zuliebe?” “Nein, wieso das denn?”). Das stößt einigen dann natürlich übel auf, denn meine direkte Familie besucht er ja auch (als ob das das gleiche wäre…). Ich habe mich aber konsequent geweigert, mir für ihn eine Ausrede einfallen zu lassen oder mich für ihn zu rechtfertigen, trotzdem blieb mir diese Diskussion auf dem Treffen natürlich nicht erspart.

Dann gab es einige (mich eingeschlossen), die nur für eine Übernachtung gekommen sind, also nur von Samstag auf Sonntag. Zumindest in meinem Fall auch aus dem Grund, dass mir zwei Übernachtungen zu teuer waren (ha, ich hätte mir die Kamera nicht kaufen sollen, dann hätte ich das natürlich zahlen können… *hust* Prioritäten und so). Hinzu kam, dass wir noch am Freitag den Kindergeburtstag von meinem Neffen feiern wollten, bei dem ich wie immer Geburtstagshelfer war. Das gab alles schon im Vorfeld Unmut, weil es dann für alle teurer würde, wenn man keinen Pauschalpreis verhandeln kann.

Das Treffen selber war dann allerdings ganz lustig, natürlich ist es schön, die ganzen Leute mal wieder zu sehen und sich mit ihnen zu unterhalten. Ich zum Beispiel kannte die Kinder von meinen Cousinen nur von Fotos. Leider waren ausgerechnet die Cousinen, die in meinem Alter sind, nicht da. Der Bauernhof war auch sehr schön und man konnte viel unternehmen. Ich habe ziemlich viel Tischtennis gespielt und gekickert, außerdem gab es ein Pony, jede Menge Kaninchen, einen süßen kleinen Kater (der dem Bauernhof genau an dem Wochenende zugelaufen ist), zwei ausgewachsenen Katzen und eine schmusige Hündin, die man verknuddeln konnte. Natürlich habe ich auch Kubb mitgebracht, was von den anderen kaum einer kannte.

Wir waren 23 Leute, plus einem, der nur am Samstag gekommen ist (ohne Übernachtung, Skandal!). Wir konnten gerade so in der großen Diele alle gemeinsam essen, nicht ohne vorher einen Kanon anzustimmen und einen Spruch aufzusagen (er ist mir leider schon wieder entfallen, es war jedenfalls leider nicht “Piep, piep, piep, wir ha’m uns alle lieb…”). Es wurden wieder die guten alten Spiele gespielt (Schlafmütze, Stille Post und Eierspiel) und mein Vater und meine Schwester haben sogar ein Familienorchester auf die Beine gestellt. Im Vorfeld wurden die Noten schon verschickt, so dass man sich, wenn man wollte, sogar vorbereiten konnte. Wir haben vier Stücke gespielt: James Bond-Theme, Yellow Submarine, Sunshine Boogie und Concerning Hobbits (Herr der Ringe) mit einer Besetzung, die sich sehen lassen kann: 2 Violinen, Querflöte, diverse Blockflöten, Klarinette, Sopransaxophon, Trompete, Posaune, 2 Altsaxophone, Gitarre, Kontrabass, Klavier, Schlagzeug plus Kinderflöte und Kindertrompete. Das war eine super Idee und hat auch gut geklappt. Wir haben das alles aufgenommen, vielleicht kann ich mal eine kleine Hörprobe einstellen, wenn ich die Aufnahme bekomme.

Aber auch hier gab es wieder Diskussionen, weil sich natürlich die Frage nach dem Mitspielen / Vorspielen von möglichst allen stellte, die sich wie ein roter Faden durch unsere Familiengeschichte zu ziehen scheint. In unserer Familie gibt es unterschiedliche Ansichten zu dem Thema. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Konfirmation meiner einen Cousine, auf der sie unter Tränen Cello vorgespielt hat, weil sie eigentlich nicht wollte, aber musste. Wir sind da eher etwas gemäßigter, darum hatte man bei diesem Musizieren die Möglichkeit, schon vorher zu sagen, dass man nicht mit macht und einige waren gar nicht eingeplant (man braucht ja auch Zuhörer). Eine hat tatsächlich abgesagt und nicht mitgespielt, was von anderen gleich wieder kommentiert werden musste.

Und damit keiner “davon kommt”, gab’s nach dem einen Essen noch was zum Singen, damit auch diejenigen Musik machen können, die nicht mitgespielt haben. Soviel zum Thema, man kommt um die Musik drum rum, wenn man dazu keine Lust zu hat. Allen gesellschaftlichen Verpflichtungen zum Trotz hab ich mich nach einigem Überwinden von der Singerei entfernt um den Kickerball zu suchen…

Wir haben dann außerdem noch vor dem Hof ein Gruppenfoto gemacht, was netterweise der Besitzer vom Hof auf sich genommen hat. Der arme Mann bekam ca. fünf, gefühlte zwanzig Kameras in die Hand gedrückt, mit denen er pro Kamera mindestens drei Bilder machte. Die Zurufe von einigen, dass man so Bilder auch per Email an alle verschicken konnte, hinderte die Leute nicht, ihm immer mehr Kameras zuzustecken. Mein Onkel machte sich dann irgendwann den Spaß, immer beim Kamerawechsel auch seinen Platz zu wechseln, um die Bilder ein wenig aufzulockern…Für das typische Fotolächeln haben wir ständig irgendwelche “lustigen” Worte gerufen, man kennt das ja, Matschbanane, Cheese, etc. Einige guckten leicht pikiert, als mein Neffe irgendwann ganz trocken und laut “Ameisenscheiße” rief. Mein Vater war hingegen so begeistert, er stimmte sofort mit ein und hat nachher am lautesten von allen gerufen.

Im Großen und Ganzen war das Wochenende also ganz okay, es war lustig, mal die ganzen Leute wieder zu sehen, aber ich war auch froh, als ich wieder zu hause war.

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