Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

SoKo Kerkerdimensionen 05

Posted By Kefa on 17. Juni 2008

Du hast keinen Plan, was das hier soll?

Hier geht es zu den ersten Teilen:

SoKo Kerkerdimensionen 01

SoKo Kerkerdimensionen 02

SoKo Kerkerdimensionen 03

SoKo Kerkerdimensionen 04

Sie kommen an einem Haus an, welches irgendwie wie ein kleines heruntergekommenes Hexenhaus aussieht. Unsere Gruppe klopft an die Tür und nach einiger Zeit hören sie, wie jemand zur Tür kommt. Ein ebenfalls heruntergekommener Zwerg öffnet die Tür einen Spalt weit und fragt nach, was es gibt. Bronto stellt sich vor und fragt, ob hier die Haushälterin Marie vom gennuanischen Botschafter wohnt. Der Zwerg ist sehr mürrisch und genervt und möchte die Gruppe eigentlich gar nicht herein lassen. Er sagt, er habe keine Zeit für sowas und will die Tür gerade wieder schließen. Bronto fragt geistesgegenwärtig, ob er der Gärtner Belch wäre, was ihn einen Moment inne halten lässt, weil er sehr überrascht ist, dass sie seinen Namen weiß. Im Hintergrund hören sie eine Frauenstimme fragen, wer an der Tür ist. Bronto ruft, dass diese Leute die Haushälterin Marie vom gennuanischen Botschafter suchen und die Stimme antwortet nach einigem Überlegen, dass Belch die Gruppe herein bitten soll. Laut grummelnd öffnet Belch die Tür etwas weiter und lässt die Gruppe eintreten.

 

Die Hütte ist sehr klein und spartanisch eingerichtet. Das eine große Zimmer ist Schlaf-, Wohn-, Abstell-, Waschzimmer und Küche in einem. In einem Stuhl neben dem Ofen sitzt eine Frau in einem Ohrensessel. Sie lächelt die Gruppe an und bittet sie, doch bitte Platz nehmen. Leider sehen unsere Ermittler keinen weiteren Sitzplatz in dem kleinen Zimmer, aber Belch verschwindet noch lauter grummelnd in einer dunklen Ecke und holt drei Hocker hervor, auf die sich unsere drei Freunde dann niederlassen. Die alte Frau fragt, worum es genau geht und Berthold ergreift das Wort, um von dem Botschafter und seinem Zustand zu berichten und sie zu fragen, was sie darüber weiß. Marie nickt langsam und beginnt, eine etwas längere Geschichte zu erzählen. Sie war früher einmal die Haushälterin des Herrn de la Vie, allerdings ist sie seit seinem Ableben hier in diesem Bezirk die „Nachbarschafts-Hexe“. Sie kümmert sich um die Probleme und Krankheiten der Nachbarn und bekommt dafür alles, was man so zum Leben braucht und natürlich Schutz und Anerkennung. Belch hier zum Beispiel ist seitdem sowas wie eine Art Leibwächter für sie und geht nur noch selten zur Botschaft, um da nach dem Rechten zu sehen. Um allerdings die Sache mit dem Zombie zu erklären, da muss sie ein wenig weiter ausholen. Alles begann, als ein junger Gennuaner bei ihr auftauchte, etwa eine Woche, nachdem der arme Herr de la Vie verstorben war. Sie hatte ihn schon mit Belchs Hilfe hinten im Garten beerdigt. Es stellte sich heraus, dass dieser Gennuaner namens Joe Schädel der Cousin von einem gewissen Paolo Kopfig war. Die beiden sind nach Ankh-Morpork gekommen, um hier in die organisierte Kriminalität einzusteigen. Berthold lachte auf, genauso wie Belch, der im Hintergrund mit einer Teekanne klappert. Marie lächelt die Gruppe weiter an und erzählte, dass auch sie versucht hat, Joe davon zu überzeugen, dass das in Ankh-Morpork unmöglich ist. Leider musste sie daraufhin feststellen, dass Joe eine sehr erschreckende Fähigkeit hatte, die er sogleich an ihr demonstrierte. Er kann einem Menschen durch Berührung Einblicke in die Kerkerdimensionen geben. Sie betont, dass es eine sehr schreckliche Erfahrung ist und sieht auch jetzt noch ein wenig verängstigt aus, wenn sie davon spricht.

 Sie fährt also fort: Der Plan der beiden sah vor, dass Joe in den Schatten schon mal alles vorbereitet bis Paolo seine Ausbildung in der Assassinengilde beendet hat. Danach sollte Paolo dann den Posten des gennuanischen Botschafters einnehmen, von dem aus er ihr kriminelles Imperium leiten wollte.

 

Mit der Zeit hatte Joe allerdings eigene Pläne. Er kam immer häufiger zu Marie um magisches Wissen auszutauschen. Er hat stets mit seinen Fortschritten geprahlt. Er erzählte von einem gennuanischen Spezialitäten-Restaurant, welches er in den Schatten eröffnet hat und was als seine, zugegebenermaßen schlecht getarnte Zentrale diente. Er hätte so große Erfolge gehabt, dass er ohne Paolo den Plan fortführen wollte. Die beiden trafen sich zunächst regelmäßig in der Trommel, um ihren Plan zu erweitern, jedoch hat Joe eines Tages beschlossen, nicht mehr zu diesen Treffen zu gehen.

 

Nicht lange danach kam Paolo zu Marie und wollte wissen, wo Joe stecken könnte. Sie sagte ihm, sie wisse es nicht, was zugegebenermaßen eine Lüge war. Paolo begann, sie unter Druck zu setzen. Inzwischen war er ebenso fürchtenswert wie Joe, da er in der Assassinengilde eine Menge gelernt hatte. Er wollte Joe unbedingt finden und kam irgendwann auf die Idee, einen Zombie nach ihm suchen zu lassen. Er fand die Idee besonders witzig, als er darauf kam, den Botschafter in einen Zombie zu verwandeln und ließ sich nicht mehr davon abbringen. Marie hat also den Botschafter zu einem Zombie gemacht und benötigte dann einen persönlichen Gegenstand von Joe, um den Zombie auf die Suche zu schicken. Diesen konnte Paolo ihr dann allerdings nicht bringen, so dass die Verwandlung völlig sinnlos war. Paolo wurde wütend, dass es so nicht funktionierte und wollte eine Möglichkeit von Marie, Joe trotzdem zu finden. Sie gab ihm letztendlich dieses magische Buch, welches Joe durch seine spezielle Fähigkeit aufspüren würde. Der Zauber des Buches würde Paolo an den Rand der Kerkerdimensionen bringen und sobald Joe seine Fähigkeit wieder benutzen würde, könnte er zu ihm gelangen durch das Tor, was sich dann öffnet. Paolo war natürlich sofort begeistert von dieser Idee und ist seitdem auch nicht wieder bei Marie aufgetaucht.

 

Bronto fragt an dieser Stelle, wieso sie sich eigentlich nicht an die Wache gewendet hat. Marie schaut daraufhin nur verängstigt drein und fragt, ob sie schon mal einen Blick in die Kerkerdimensionen geworfen hat und ob sie wüsste, wie schrecklich das wär. Sie hatte eine schreckliche Angst, dass sie diese Erfahrung noch einmal hätte machen müssen. Sie bittet die Gruppe inständig, dass sie endlich was gegen diesen Schurken Joe unternehmen müsste und gibt ihnen die Adresse des Spezialitätenrestaurants „Zum schönen Vieux“ in den Schatten. Sie betont, dass sie sich wahrscheinlich beeilen müssen, denn möglicherweise hat Paolo Joe schon gefunden und keiner weiß, was dann passieren mag. Vielleicht ist Paolo jetzt Joes Gefangener und ist verletzt oder Schlimmeres. Außerdem entschuldigt sie sich noch einmal inständig für die Verwandlung des Botschafters in einen Zombie. Sie hofft, dass in einem aufgeschlossenen Ankh-Morpork ein Zombie-Botschafter kein Problem sein wird.

 

Die Gruppe verlässt Marie wieder, nachdem sie sich bedankt für die ausführlichen Auskünfte. Sie überlegen, was sie als nächstes tun können. Berthold ist strikt gegen einen Alleingang in die Schatten, dort ist es viel zu gefährlich. Er schlägt vor, dass sie zur Wache gehen und Verstärkung holen. Außerdem futtert er erstmal ein paar Schokoriegel, um sich zu beruhigen, der Gedanke, in die Schatten zu müssen, behagt ihm gar nicht. Er ist der Meinung, sie haben den Fall doch jetzt schon gelöst, sie wissen jetzt ja ungefähr, wo Paolo sich befindet und was er vor hat. Die Gruppe stimmt ihm zu und sie machen sich auf den Weg zurück zur Wache.

 

Dort angekommen finden sie Nobby nun regelrecht ausgebreitet schlafend am Schreibtisch und das Papier ist vollends durcheinandergebracht und ziemlich viel liegt auf dem Boden verteilt. Als sie ihn ansprechen, reagiert er erst gar nicht und man hört nur ein lautes Schnarchen von ihm. Als er endlich wach wird, erklärt ihm die Gruppe, was sie erfahren haben. Er ist immer noch amüsiert über die Vorstellung, dass jemand organisierte Kriminalität nach Ankh-Morpork bringen will, alles wäre doch bestens organisiert durch die Gilden. Als Berthold dann die Adresse des Restaurants nennt und sagt, dass man Paolo dort wahrscheinlich antreffen wird bzw. dort zumindest Joe festzunehmen wäre, bekommt Nobby große Augen. Also in die Schatten könne er ja nun nicht gehen, er hätte hier ja noch so viel Arbeit. Er zeigt dabei auf die ganzen Zettelhaufen auf dem Fußboden. Es wäre ja so viel, dass er schon ganz erschöpft ist und eben erstmal ein Nickerchen machen musste. Er sagt zu Bronto gerichtet, dass sie für diesen Auftrag zuständig ist und ihn auch zu Ende bringen muss. Berthold besteht darauf, Verstärkung mitzunehmen und Bronto fragt, ob nicht jemand anderes von der Wache mitkommen könnte. Angua oder Detritus vielleicht. Doch Nobby schmettert ab, und sagt, dass keiner abkömmlich ist bzw. die meisten sowieso unterwegs sind.

[Hier habe ich erst überlegt, ihnen spontan jemanden mitzugeben, hatte aber natürlich keinen entsprechenden Charakter vorbereitet. Hab dann versucht, sie doch alleine loszuschicken, was letztendlich ja auch geklappt hat. Ich hatte die bevorstehenden Gegner eigentlich auch so gestaltet, dass es keine Probleme geben sollte.]

 

Die Gruppe lässt sich also doch von Nobby überzeugen, dass sie wohl alleine in die Schatten muss. Berthold schlägt allerdings vor, zunächst einen Abstecher in die Unsichtbare Universität zu machen, um die Zauberstäbe aufzuladen (und eine ordentliche Mahlzeit zu sich zu nehmen, er hat den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen). Zac stimmt ihm zu, denn durch die ganzen Wahrheitszauber hat er nicht mehr viele magische Reserven. Bronto weiß nicht genau, ob sie mit den Zauberern in der Unsichtbaren Universität speisen darf, aber Berthold und Zac schleusen sie einfach mit in die Studentenkantine. Sie wird zwar komisch angeguckt, aber immerhin sind die Ermittler ja in ganz offiziellem Auftrag unterwegs. Die drei lassen sich recht viel Zeit mit ihrer Henkers-Mahlzeit, so dass auch die Zauberstäbe dann wieder einsatzbereit sind.

Hier gehts weiter mit dem Finale.

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