Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

SoKo Kerkerdimensionen 02

Posted By Kefa on 14. Juni 2008

Hier geht es zum ersten Teil: SoKo Kerkerdimensionen 01

Unsere Gruppe sucht also das Sekretariat auf, wo eine strenge Sekretärin im Stile von „Frau Oberlehrerin“ genervt aufschaut, als sie bei ihrer natürlich äußerst wichtigen Arbeit gestört wird. Schnell lassen sich die beiden Lehrer des Paolo ausfindig machen, zum einen ist da Frau Weber, die Lehrerin der schönen Künste, zum anderen Herr Renno, der Inhumierungslehrer. Beide sind momentan im Unterricht und unsere Gruppe macht sich auf den Weg.

Herr Renno ist sehr aufgeschlossen und freundlich und unterbricht seinen Unterricht sofort für einen Moment, als die Ermittler der SoKo Kerkerdimension ihn aufsuchen. Die Klasse soll solange weiter den Angriff mit dem Dolch von hinten mit Partner üben.

Vor der Tür befragen die Ermittler Herrn Renno über den Vorfall und insbesondere über Paolo Kopfig, der scheinbar wirklich seit drei Tagen nicht mehr gesehen wurde. Die Gruppe findet heraus, dass Paolo ein nicht besonders guter Schüler ist und dass er hauptsächlich wegen seiner vermögenden Familie in der Gilde aufgenommen wurde. Er stammt ursprünglich aus Gennua und ist vor einem Jahr hier mit dem Schiff angekommen. Er kam zusammen mit einem anderen Jungen von Bord, der ihn meistens im Unterricht abschreiben lässt. Der Name des Jungen fällt dem Lehrer allerdings nicht ein, da er nicht in seiner Klasse ist. Unsere Gruppe interessiert sich für die Unterbringung der Schüler. Herr Renno gibt Auskunft, dass die Schüler in Doppelzimmern wohnen, und dass er aber nicht weiß, wer das Zimmer mit Paolo teilt.

Berthold hat inzwischen kombiniert, dass Paolo möglicherweise ein Buch mit Ritualen bei sich hatte, welches möglicherweise etwas mit den Kerkerdimensionen zu tun hat. Er fragt Herrn Renno also nach ungewöhnlichen magischen Interessen von Paolo und Herr Renno ist überrascht, dass er genau das anspricht. Denn gerade im Inhumierungsunterricht fragte Paolo immer wieder nach besonders grausamen oder auch magischen Möglichkeiten, jemanden zu töten. Herr Renno betont darum noch mal, dass das Assassinenhandwerk stilvoll und effizient ist und dass auf magische Hilfsmittel verzichtet wird. Paolo wäre darum auch nie ein wirklich guter Assassine geworden, da er viel zu grob, stillos, ungeduldig und jähzornig war. Sein Interesse für grausame Techniken oder sogar Magie war seiner Ausbildung eher im Wege als dass sie ihn weiter gebracht hat.

Von einem Buch kann Herr Renno allerdings nicht berichten und er hat auch keine Idee, wie Paolo an ein solches Buch gelangen könnte. „Solche Bücher gibt es doch nur in der Unsichtbaren Universität, da müssten die Herren Zauberer doch mehr drüber wissen.“

Die Ermittler verabschieden sich also von Herrn Renno und machen sich auf zum Musikunterricht von Frau Weber.

 

Auch hier finden sie eine Klasse vor, die gerade hübsch aufgereiht da steht und im Chor singt. Frau Weber, von einem ähnlichen Schlag wie die Sekretärin, ist sehr ungehalten über die Unterbrechung und packt sich sofort ihre drei Besucher und reiht sie in die Reihen ein. Mit forscher Stimme fordert sie sie auf, gefälligst in die Noten ihrer Nachbarn zu schauen und mitzusingen, anstatt ihren künstlerisch wertvollen Unterricht so stumpf zu unterbrechen. Total verdattert und perplex (der Zwerg lässt es sich sogar gefallen, von Frau Weber angefasst und durch die Gegend geschoben zu werden) stehen unsere drei also in der ersten Reihe des Chores und versuchen, irgendwie mitzusingen und sich da durchzuwurschteln. Widerwillig lassen die Assassinenschüler sie mit in die Noten blicken. Besonders genervt ist wahrscheinlich der Nachbar von Bronto, der sich nun auch noch ein wenig runter bücken muss. Die beiden Zauberer können dem Lied mit Müh und Not folgen und singen mehr schlecht als recht dieses unbekannte Stück mit. Doch Bronto schmettert sauber und klar in die Klasse, so dass Frau Weber kurzzeitig das Dirigieren vergisst. Sie ist überrascht, wie hoch dieser kleine Zwerg singen kann, denn eigentlich sieht er eher so aus, also hätte er eine tiefe und brummige Stimme. Sie bricht dann nach einiger Zeit ab, weil auch andere Schüler mit offenem Mund da stehen und den Zwerg begaffen, der musikalisch sehr begabt zu sein scheint. Frau Weber gibt noch schnell eine Hausaufgabe und entlässt dann ihre Schüler, um dem Zwerg zu seinen musikalischen Fähigkeiten zu gratulieren. Unsere Ermittler sind froh, dass Frau Weber nun besser auf sie zu sprechen ist, allerdings starren die Zauberer zunächst Bronto an, weil sie wahrscheinlich gerade überlegen, wie ein Zwerg so einen Sopran haben kann und ob es sich vielleicht doch um eine Zwergin… –Nein!

 

Bronto freut sich über das Lob und versucht dann aber, die Aufmerksamkeit von Frau Weber auf den Schüler Paolo zu legen. Diese schlägt erstmal die Hände über dem Kopf zusammen, weil Paolo ein so schlechter Schüler ist, dass sie bezweifelt, dass er je ein richtiger Assassine werden wird. Er hat scheinbar von der Musik bzw. von den schönen Künsten im Allgemeinen so was von überhaupt keine Ahnung. Sie hat es inzwischen geschafft, ihn dazu zu bringen, dass er die anderen nicht mehr stört, aber er hat weder Interesse noch Talent.

Frau Weber kann unseren Abenteurern den Namen des Jungen sagen, der Paolo immer abschreiben lässt. Es handelt sich um einen gewissen Sören von Quirm, der zusammen mit Paolo in Ankh-Morpork angekommen ist. Mehr weiß Frau Weber auch nicht, allerdings betont sie noch mal, dass sie es eine unerhörte Frechheit findet, dass so jemand in der Assassinengilde aufgenommen wird und dass es nur daran liegt, dass Paolos Familie in Gennua so einflussreich ist. Berthold traut sich in diesem Moment, nachzufragen, wieso es eigentlich weibliche Assassinenlehrerinnen gibt, wo doch keine Frauen als Schülerinnen aufgenommen werden. Frau Weber versucht, ihre aufkochende Wut zu unterdrücken und denkt sich insgeheim, dass immerhin bei den Lehrern noch Wert auf Qualität gelegt wird… aber sie speist ihn mit dem Hinweis auf die Gildengeheimnisse ab.

 

Unsere Gruppe macht sich also zunächst wieder auf den Weg in das Sekretariat, um das Zimmer von Paolo ausfindig zu machen und weitere Hinweise zu finden. Die Sekretärin, dieses mal noch ein Stück genervter als beim letzten Mal, schaut nach, wo Paolo untergebracht ist und wie sein Zimmernachbar heißt: Klaus. Sie sagt, dass sie Außenstehende natürlich nicht alleine in den Wohntrakt lassen darf und sie deswegen unsere Gruppe begleiten wird. Sie trippelt also mit ihren Stöckelschuhen vorne weg und bringt Bronto, Berthold und Zac zum Zimmer von Paolo und Klaus. Forsch klopft sie an die Tür. Man hört ein Schlurfen und die Tür öffnet sich einen Spalt. Man sieht einen verschlafenen Jungen, der einen großen Schreck bekommt, große Augen macht und dann die Tür wieder zu knallt. Die Sekretärin klopft nun sehr energisch an die Tür. Man hört es im Zimmer rascheln und klötern. Nach kurzer Zeit macht der Junge wieder auf, sieht nicht ganz so verschlafen wieder aus und hat auch das Hemd fast komplett in die Hose gesteckt. Auffällig unauffällig stellt er noch ein umgefallenes Buch gerade wieder hin und macht die Tür weiter auf. Unsere Gruppe wird vorgestellt und sie darf das Zimmer auch betreten, Berthold bittet sehr zu der Erleichterung des Jungen die Sekretärin, draußen zu bleiben.

 

In dem Zimmer ist es recht eng mit den vier Personen. Es ist ein spartanisch eingerichtetes Doppelzimmer mit zwei Betten, einem Schrank, zwei Regalen und einem Schreibtisch, wo zwei Personen dran sitzen können. Klaus ist etwas verunsichert, weil er nun plötzlich befragt werden soll und er kommt sich irgendwie erwischt vor. Insbesondere die Tatsache, dass die Sekretärin in einem nicht Assassinen-gemäßen Zustand gesehen hat, schüchtert ihn ein. Berthold bietet ihm versöhnlich erstmal einen seiner Schokoladenriegel an und vertilgt selber zwei.

Klaus kann nicht viel berichten, außer dass Paolo ein unangenehmer Zimmergenosse war. Von einem Buch weiß er nichts, er wüsste auch nicht, wo Paolo so etwas her haben könnte bzw. wie er es hier herein schmuggeln und es verstecken konnte. Er kennt aber Sören und erzählt, er habe ihn gerade noch im Aufenthaltsraum gesehen. Er weiß auch davon zu berichten, dass Paolo Sören immer unterdrückt hat. Freunde hatte Paolo seines Wissens nach keine. Er erwähnt noch, dass es nicht schade wäre, wenn Paolo nicht zurück kommen würde.

Unserem Ermittlertrupp kommt es so vor, als würde Klaus doch noch etwas verheimlichen, also entschließ Zac sich, einen kleinen Zauber anzuwenden, der Menschen dazu bewegt, die Wahrheit zu sagen. Der Zauber glückt und Klaus bekommt glücklicherweise davon auch nichts mit, aber er kann den Ermittlern noch einmal bestätigen, dass er keine weiteren Informationen hat. Dieses Mal klingt er um einiges selbstsicherer. Unsere Gruppe beschließt, in den Aufenthaltsraum zu gehen und lässt sich von Klaus den Weg beschreiben. Klaus bittet Berthold, die Sekretärin wieder „mitzunehmen“ oder sie noch in ein Gespräch zu verwickeln, damit sie nicht auf die Idee kommt, noch einen weiteren Blick in der etwas unaufgeräumte Zimmer zu werfen.

Die Sekretärin erkundigt sich, ob die Gruppe nun fertig wäre und ist sichtlich genervt darüber, dass sie nun auch noch in den Aufenthaltsraum muss. Sie ist aber froh darüber, dass Berthold ihr versichert, dass sie den Weg alleine finden und dass sie beruhigt wieder an ihren Platz gehen kann. Sie trippelt so schnell sie kann los zu ihrem Büro.

Im Aufenthaltsraum sitzt ein kleiner schüchterner Junge und ist scheinbar in ein Buch vertieft. Berthold ist davon überzeugt, dass Assassinen immer nur so tun, als wären sie in etwas vertieft, in Wahrheit aber wissen sie genau, was um sie herum geschieht. Es stellt sich heraus, dass dieser Junge tatsächlich Sören ist, der auch bereitwillig erzählt, wie Paolo und er mit dem Schiff ankamen und dass Paolo ihn schon seitdem immer geärgert und fertig gemacht hat. Er hatte stets Angst vor ihm und hat ihm deshalb immer geholfen. Berthold befragt auch ihn zu dem mysteriösen Buch und Zac bereitete im Hintergrund seinen Wahrheitszauber vor. Auch Sören weiß nichts von dem Buch, aber nun erzählt er aufgeregt, dass er Paolo und seine nächtlichen Streifzüge immer decken musste. Möglicherweise hat er das Buch auf einem dieser Ausflüge besorgt. Bronto wird hellhörig und erkundigt sich, wie Paolo überhaupt nachts das Gebäude verlassen konnte. Sören windet sich, aber erzählt dann jedoch, dass es einen geheimen Studentenausgang gibt, den eigentlich nur die älteren Schüler kennen. Berthold wird sofort an den geheimen Ausgang der Unsichtbaren Universität erinnert, den die Studenten nutzen, um ihr weniges Geld in der Geflickten Trommel auszugeben. Sören erzählt, dass sich angeblich die Assassinenschüler im Tänzelnden Pony treffen, dass er darüber aber nichts Genaues weiß, weil er noch nie mit auf so einem Ausflug war. Er ist einfach nicht cool genug, als dass ihm ein älterer Schüler den Geheimausgang schon einmal gezeigt hätte. Und alleine würde er das Schloss zum Ausgang wahrscheinlich sowieso nicht auf bekommen, weil er einfach zu schlecht ist.

Unsere Gruppe bedankt sich für die Auskunft und macht sich auf den Weg um einen älteren Schüler zu finden, der mehr über den angeblichen geheimen Ausgang weiß. Tatsächlich treffen sie auf den Fluren mehrere Schüler und Berthold spricht forsch einen recht erwachsen aussehenden Schüler an, der so aussieht, als hätte er seine Ausbildung bald abgeschlossen. Der Schüler ist sehr verwundert, dass er diese Gestalten hier innerhalb der Gilde sieht und ist sofort misstrauisch. Er begleitet die Gruppe trotzdem in einem Raum, in dem sie ungestört sprechen können, nachdem Berthold das Wort Geheimausgang erwähnt. Er kann es sich nicht leisten, gesehen zu werden, wie er sich mit wildfremden über Gildengeheimnisse unterhält. Das kann ihn seine Karriere kosten!

Zunächst bestreitet er, dass es einen solchen Geheimausgang gibt, jedoch lässt ihn die Tatsache, dass diese Gruppe scheinbar von der Gilde selbst beauftragt ist diesen Fall zu klären, wanken und er verweist auf den Bibliothekar, Herrn Binder, welcher sicher mehr dazu sagen kann. Der geheime Ausgang befinde sich nämlich hinter der Bibiothek. Er ist sichtlich erleichtert, dass die Gruppe ihn wieder verlässt und hofft, dass ihn niemand dabei beobachtet hat. Er mag es nicht, wenn er die Situation nicht unter Kontrolle hat und Zauberer im Außendienst sind ihm seit je her unheimlich. Er beschließt, noch ein bisschen fleißiger zu sein, um ein noch besserer Assassine zu werden.

In freudiger Erwartung stürmt die Gruppe zurück zu Herrn Binder, um den geheimen Ausgang zu untersuchen. [Ich werde mehr und mehr nervös, der Geheimausgang war überhaupt nicht geplant, genauso wenig wie das Zimmer von Paolo. Ich überlege fieberhaft, wie ich die Gruppe davon abbringe, dort weiter zu forschen. Was wollen sie da überhaupt??]

Herr Binder sitzt an seinem Schreibtisch und ist überrascht, die Gruppe schon wieder bei ihm zu sehen. Er erkundigt sich, ob es schon erste Ergebnisse gibt. Die Ermittler berichten von den nächtlichen Ausflügen, die Paolo angeblich gemacht haben soll und kommen recht schnell auf den geheimen Ausgang zu sprechen. Zunächst versucht Herr Binder so zu tun, als wüsste er von nichts, allerdings gelingt es ihm nicht, die Fassade lange aufrecht zu erhalten. Als Berthold forsch fordert, den Geheimausgang selbst zu besichtigen, wird Herr Binder allerdings ungehalten. Er weist darauf hin, dass Außenstehende sich hier keinesfalls ungehindert überall im Gildengebäude bewegen dürfen und schon gar nicht im Keller unter der Bibliothek. Die alten Archive der Gilde dürfen selbstverständlich nur Gildenangehörige betreten. Herr Binder fragt, was sie da überhaupt wollen? Bronto mutmaßt, dass Paolo möglicherweise dort unten irgendwo ein Versteck hat, wo er noch mehr magische Bücher lagert. Sie erhofft sich Hinweise über Paolos Plan. Herr Binder betont noch einmal, dass KEIN Außenstehender Zutritt zu den Archiven erhält, da könnten die Ermittler gerne auch Herrn Witwenmacher kontaktieren und es über ihn versuchen. Das Einzige, was er anbieten kann, ist, dass er selbst einmal nachschaut, ob er etwas Ungewöhnliches findet. Er würde sich dann umgehend bei den Ermittlern melden.

Damit gaben sich Bronto, Berthold und Zac glücklicherweise zufrieden [Na endlich! :) ]. Sie beschlossen, erst einmal zurück zur Wache zu gehen und Bericht zu erstatten, weil sie hier im Gildenhaus wohl nichts mehr tun können.

Weiter geht es mit Teil 3

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Comments

3 Responses to “SoKo Kerkerdimensionen 02”

  1. Annie sagt:

    und es geht weiter :) toll… Schön zu wissen, das der Geheimausgang gar nicht geplant war ;)

  2. Roland sagt:

    Sehr interessant zu sehen, dass ihr an einigen Stellen doch recht andere “Abzweigungen” in der Handlung genommen habt, als meine Spielgruppe damals. :)

  3. [...] SoKo Kerkerdimensionen Teil 2 [...]

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