Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Objektive Berichterstattung?

Posted By Kefa on 19. November 2007

Gerade bin ich über ein sehr schönes Video auf Youtube gestolpert, welches noch mal mit den ganzen sogenannten Dokumentationen des öffentlich rechtlichen Rundfunks aufräumt, die zum Thema Killerspiele herausgekommen sind. Aber ich bin ja schon länger der Meinung, dass die Berichterstattung der ÖR eher manipulativ als objektiv ist. Das Video bringt das recht gut auf den Punkt. Peinlich für unsere “Grundversorgung”… Das bestätigt mich wieder einmal mehr darin, mich dieser Grundversorgung bewusst zu entziehen.

via Indy

Weitere Artikel zu dem Thema:

Staatliche Jugendschutzbehörde

Bildungsfernsehen

Killerspiele II

Killerspiele [tm]

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Comments

4 Responses to “Objektive Berichterstattung?”

  1. Dennis sagt:

    Ein sehr gutes und wichtiges Video. Leider wird es nichts bewirken. Der Grund dafür ist, dass es nicht an die Zielgruppe der Demagogen gelangen wird. Diese sind ja mit nichten wir, sondern unsere Eltern und Großeltern. Dafür läßt sich immer der Generationenkonflikt ranziehen.
    Schon Sokrates soll geklagt haben: „Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.“
    Dafür nimmt man geschickter Weise ein Thema, das beide Altersgruppen gegeneinander polarisiert. Es ist anzunehmen, dass der Anteil der (intensiven) Computerspieler über 40 gering ist, bei den über 50 Jährigen dürfte er gegen 0 gehen (einige gibt es immer). Ferner ist dies ein Thema, welches sich dieser Altersgruppe in gar keiner Art und Weise erschliesst. Sie müssen sich also auf Informationen Dritter verlassen. Nun ist es leider so, dass der Mensch, jeder wird es schon einmal an sich selbst beobachtet haben, mit Vorliebe die Dinge glaubt, die besonders spektakulär sind.
    Die ARD bedient sich dessen also bewusst, um eine besonders reissende Story zu haben.
    Des weiteren ist es politisch gewollt, dass es große abstrakte Gefahren gibt. Dazu zählen schlafende Terroristen, welche nicht weiter auffallen, und auf ein Signal unbescholtene arbeitende Menschen ermorden. Aber auch der stille junge Mann von nebenan, dem man ja nie so etwas zugetraut hätte. Das schöne daran ist, dass diese Gefahren absolut nicht greifbar sind, da sich die Täter ja eben als braver Biedermann tarnt. Mit dieser Angst arbeiten rechts-konservative Parteien, wie z.B. die CDU. Eben diese ist es, die immer wieder Studien in Auftrag gibt, mit der Premisse einen Beleg für die Gefährlichkeit von Dingen zu finden. Mit eben diesen Studien können dann Verbote oder überzogene Repressionen erwirkt werden, welche den Anschein erwecken, eben diese Partei würde den “kleinen Mann” vor der bösen großen Welt des Unbekannen schützen. Bei Videospielen ist hier das Pfeiffer-Institut das Haus- und Hofinstitut. Es wird immer wieder von der Niedersächsichen Landesregierung beauftragt solche Studien zu erstellen. Es kommt immer wieder zu diametral entgegengesetzten Ergebnissen wie vergleichbare unabhängige Studien. Die CDU hat dadurch eine große Zahl an Studien, welche politisch gewolltest angeblich belegen, das Institut einen sicheren Auftraggeber.
    Dies alles ist bekannt. Dies alles ist nichts neues. Das Problem bleibt, dass es Menschen, welche sich nicht aktiv mit dieser Thematik beschäftigen, einfach nicht erschließt. Außerdem ist ein Mann mit grauen Haaren in einem Anzug immer glaubwürdig. Ein Mann mit Pickeln und langen Haaren immer ein junger Schnösel, der aus Prinzip Unrecht zu haben hat, da junge Menschen ja nun leider nicht mehr das sind was sie waren, als man selber jung war,

  2. [...] Und warum ich bald auch keine GEZ-Gebühr mehr zahle, wenn nur ungebildete Praktikanten die Berichte verfassen, zeigt dieses Filmchen, dass ich bei Kefas entdeckte: [...]

  3. tyzar sagt:

    Das Video zieht seine Kreise … und Golem.de meldete am 8. November, dass unter europäischen Jugendlichen das Internet nun den Fernseher als liebstes Medium abgelöst hat!

  4. Chilli sagt:

    Immerhin schlägt das Video kleine, aber erfreuliche Wellen:

    Interview in der SZ

    Stellungnahme von Frontal21 (PDF)

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