Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Hausarbeit Duales System

Posted By Kefa on 28. August 2007

Soeben habe ich meine Hausarbeit mit dem Titel “Das Duale System in der sich verändernden Medienordnung” fertiggestellt und werde sie nun ausdrucken und binden.

Besondere Freude hat mir ja mein Schlusswort gemacht, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:

Abschließend lässt sich also feststellen, dass die privaten Sender wohl kaum eine Grundversorgung bereitstellen können, da sie ihr Programm immer von der für die Werbung interessante Zielgruppe oder von Sponsoren abhängig machen. Es gibt darüber hinaus keine Gewährleistung, dass ein Programm, welches möglicherweise der Grundversorgung entspricht, auf Dauer ausgestrahlt wird. Hierfür muss es so etwas wie öffentlich-rechtliche Sender geben, die nicht wettbewerbsfähig auf dem freien Markt sein müssen.

Gerade durch die neue Gebührenverordnung, die auch für neuartige Empfangsgeräte gilt, gerät das duale System immer mehr in Kritik. Die aktuellste Forderung zur Umstrukturierung kam dieser Tage von der CDU, wie der Spiegel berichtet: “Dieses System entspricht nicht dem Willen der Bürger“ [4].

Das Problem sind nämlich nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen an sich, sondern vor allem ihre Finanzierung und die Methoden der Gebühreneintreibung. Heutzutage kann man nicht mehr davon ausgehen, dass nur, weil jemand ein Gerät besitzt, welches den öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfangen könnte, es auch wirklich tut. Doch durch die neue Gebührenregelung wird vorausgesetzt, dass man sogar mit Geldautomaten, Mautgeräten, Handys, Navigationsgeräten oder den relativ normalen Geräten wie Laptop / Computer automatisch Empfänger der öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme ist. Nicht einmal der Fernseher dient heutzutage nur noch dem Rundfunkempfang sondern kann auch ausschließlich dem Bedienen einer Spielekonsole dienen. Die derzeitige Gebührenlage ist somit meiner Meinung nach eigentlich nicht mehr haltbar.

Hinzu kommt, dass viele (mich eingeschlossen) das Programm der Öffentlich-Rechtlichen nicht mehr als besonders hochwertig einstufen, da sie sich zu sehr den Privaten angleichen. Auch das ist sicherlich eine Entwicklung, die erst durch das Internet deutlich wurde, in dem auch jede Privatperson seine Meinung veröffentlichen kann. Dadurch ist es möglich, Dinge aufzudecken oder von anderen Seiten zu beleuchten, vorausgesetzt, man kann beurteilen, wie seriös die ausgewählten Quellen sind. Vieles wäre einem sonst wahrscheinlich nicht aufgefallen und man hätte manipulative Informationen, die auch von den Öffentlich-Rechtlichen kommen, einfach so hingenommen. Einige sehr prägnante Beispiele von Manipulation durch die Öffentlich-Rechtlichen sind z. B. im Internet nachzulesen in dem Blog „Mein-Parteibuch“ von Marcel Bartels unter der Rubrik Tagesschau.de [5].

Man kann also sagen, dass die Öffentlich-Rechtlichen durchaus eine Daseinsberechtigung haben, dass aber die Umsetzung, das Programm, die Finanzierung eine nie enden wollende Diskussion ist, auf die auch in dieser kurzen Hausarbeit keine Antwort gefunden werden kann.

So, dann kann ich ja endlich den Rest der Ferien vorlesungsfreien Zeit ausspannen arbeiten.

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