Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Spaß mit dem Smartboard

Posted By Kefa on 28. Juni 2007

Heute habe ich in der schon einmal erwähnten Veranstaltung aus dem Bereich Digitale Medien stellvertretend die Leitung übernommen, weil die Professorin zu einer wichtigen Personalversammlung musste. Erfreulicherweise haben die Studis total gut mitgemacht und ich hatte nicht das Gefühl, alles sind total angenervt von ihrer Aufgabe (möglicherweise haben sie sich auch nur sehr gut verstellt :-P )

Aufgabe war, mit der Smartboard-Software ein kleines Unterrichtsbeispiel zu erstellen, welches dann auch am vorhandenen Smartboard vorgestellt werden soll. Die Probleme fingen natürlich erstmal damit an, dass nicht jede Gruppe ein privates Notebook hatte, was natürlich auch nicht erwartet wird. Dafür gibt es im Raum diverse Notebooks, die von den Studenten genutzt werden können. Aber wie sollte es anders sein, diese Notebooks sind alt und ab, benötigen 5-10 Minuten zum Hochfahren und haben dann im Schlimmsten Fall die Software noch nicht drauf. Ich bin dann erstmal mit meinem USB-Stick hausieren gegangen und habe brav Software verteilt, denn einen Internet Anschluss zum Software selber runter laden gibt’s natürlich auch nicht. Die Zeit war zum Glück schon so geplant, dass diese Verzögerungen in den Zeitplan passten. Mit einer Klasse kann man sowas allerdings vergessen, 15 Minuten bis man anfangen kann zu arbeiten sind nicht akzeptabel!

Nach weiteren 30 Minuten war geplant, dass die Ergebnisse auf dem Board gezeigt werden. Ich habe mein Notebook also angeschlossen und hatte die Hoffnung, dass die einzelnen Gruppen mit ihren Sachen auf USB-Sticks zu mir kommen. Dass nicht alle Studenten einen Stick besitzen ist natürlich auch klar, ich selbst hab erst seit kurzem einen. Aber auch das gehört nicht zur Ausstattung des Raumes (wird wahrscheinlich zu oft geklaut) und ich durfte mit ein paar wenigen Ausnahmen wieder durch die Reihen ziehen und die Daten einsammeln. E-Mail schicken war natürlich ebenfalls ausgeschlossen, weil wir ja kein Netz haben auf den guten alten Kisten…
Das Allercoolste war dann aber das Board selbst. Ich habe letzte Woche bei meinem Referat schon bemerkt, dass es nicht richtig kalibriert zu sein scheint. Man kennt das Phänomen evtl. von Touchscreens am Geldautomaten: da drückt man auf die 50 Euro Taste und hat Glück, wenn der Mausklick nicht auf der 100 landet, weil alles so verschoben ist. Die Stelle, auf die man drückt wird nicht korrekt auf den Hintergrund übertragen, man gewöhnt sich dann schnell an, immer versetzt zu drücken.

Genau das ist auch am Smartboard so. Besonders ärgerlich ist das natürlich, wenn ständig neue Studenten daran arbeiten und treffsicher immer genau die Datei öffnen, die UNTER der gewünschten aufgelistet ist, weil sie gar keine Zeit haben, sich daran zu gewöhnen. So öffnen und schließen wir erstmal munter jede Menge, bevor wir das richtige haben. Genau das gleiche Problem ergibt sich dann während der Arbeit mit den Dokumenten, die fast alle darauf ausgelegt waren, dass man Dinge mit dem Finger durch die Gegend schieben kann… kann man vielleicht, wenn man denn die Dinge irgendwann mal trifft…
So kann ich insgesamt also sagen, dass die Veranstaltung an sich doch ganz gut gelungen ist, alle haben irgendwie mehr oder weniger mitgemacht und auch was geschafft, aber dass die Technik mal wieder derbe enttäuscht hat. Wie soll ich denn sowas in der Schule vertreten? Sollte ich mich mit der Einstellung anfreunden, dass Kinder sich schon daran gewöhnen, schief zu klicken?

Sowas muss doch mal gewartet werden, und vor allem: wie kommt es überhaupt dazu? Angeblich sollen mal irgendwelche Studenten den im Smartboard integrierten Beamer ausgebaut haben, weil sie einen brauchten. Diesen haben sie dann wohl nicht besonders fachgerecht wieder eingebaut! Wie kann denn bitte schön sowas angehen?? Das Gerät kann man so einfach nicht richtig benutzen!

Aber ja, ich weiß, die Uni hat kein Geld, darum gammeln die Geräte da so rum und keiner betreut sie wirklich. Da kann ich mich wahrscheinlich auf was gefasst machen, wenn ich in die Schule gehe. Ich befürchte, da werde ich noch die ein oder andere Wand hochgehen, wenn es so weit ist. Da bleibt einem doch nur noch, seine eigenen Geräte mitzubringen und diese AUCH KEINEM auszuleihen….

Das ist schon wirklich frustrierend! Man könnte so viele coole Sachen machen und es scheitert immer an so bescheuerten Dingen…

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