Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Neues zu Google Analytics

Posted By Kefa on 25. November 2009

Gestern erreichte mich über Twitter ein Zeit Online Artikel zum Thema Google Analytics (GA), welchen ich wenigesten auch hier kurz kommentieren will. Schließlich habe ich mich schon öfter hier auf dem Blog über das angeblich so praktische Analysetool ausgelassen und werde nicht müde, Webseitenbetreiber darauf hinzuweisen, dass die Nutzung von GA datenschutztechnisch gelinde gesagt nicht tragbar ist. Warum, das kann man in meinem Artikel vom 23. Juli oder in den verlinkten Artikeln bei der Zeit nachlesen.

Ich kann jedenfalls die Aufregung nicht verstehen, die manch einen befällt, dass nun mit Bußgeldern gedroht wird, wenn man das Tool benutzt. Meine persönliche Meinung ist, dass es als Webseitenbetreiber unverantwortlich ist, GA zu benutzen und so den Datenschutz der Benutzer mit Füßen tritt. Durch die spezielle Art der GA-Cookies ist es eben ja wohl scheinbar doch möglich, Bezüge zwischen einzelnen Sessions herzustellen. Die Verbindung zwischen einzelnen Google-Services (Gmail, Kalender) lässt sich ja anhand des Accounts recht einfach herstellen.

Ich finde, es liegt in der Verantwortung eines jeden einzelnen Webseitenbetreibers, sich darüber zu informieren und sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit den Daten der Nutzer umgeht. Einfach zu sagen: “Oh, praktisches Tool, AGB’s sind mir eh zu lang…!” und sich keine weiteren Gedanken zu machen, womöglich noch nicht mal die von GA vorgeschriebenen Änderungen im Impressum vorzunehmen, halte ich für falsch. Und es ist ja nicht so, dass es nicht auch alternative Tools zur Webseitenstatistik gibt.

Insofern denke ich, das Ganze geht in die richtige Richtung, Webseitenbetreiber sollten dringend darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Nutzung von GA nach deutschem Recht unzulässig ist. Ich verstehe ja auch immer noch nicht, warum man Google-Mail, den Kalender oder den Browser benutzt.

Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind. (Terry Pratchett)

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Comments

3 Responses to “Neues zu Google Analytics”

  1. spektrum sagt:

    Don’t be evil!

  2. Florian sagt:

    Das wirklich gefährliche an Google Analytics ist die Tatsache, dass der Besucher über verschiedene unabhängige Website verfolgt werden kann. Allerdings gilt dies für fast alle Tracking-Lösungen.

    Auf Analyse-Daten können viele Website-Betreiber heute eigentlich kaum noch verzichten. Ohne entsprechende Daten ist es nahezu unmöglich, die Website zu optimieren und wirtschaftlich zu betreiben. Dabei ist es auch wichtig, dass Besucher wiedererkannt werden (vorallem, wenn man Werbung schaltet).

    Es gibt einige interessante Open Source-Projekte im Internet, die sehr vielversprechend wirken und vorallem die Daten auf den eigenen Servern lassen. Ich beobachte und teste im Moment Piwik: http://piwik.org/

    Auf einigen meiner Seiten setze ich aber neben eTracker, Piwik auch Google Analytics ein. Letzteres vorallem, um begründen zu können, warum wir das nicht auf anderen Seiten einsetzen dürfen ;-)

    Schöne Grüße,
    Florian

  3. [...] gibt mal wieder Neues von der Google Analytics-Front. Die Problematik habe ich ja bereits hier, hier und hier angesprochen. Es geht darum, dass Webseitenbetreiber, die Google Analytics (GA) [...]

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