Kefas Welt

aus dem Leben einer Referendarin

Geocaching und Umweltschutz

Posted By Kefa on 27. August 2009

Gestern gabs auf Spiegel einen Artikel über Geocaching. Den kann ich doch nicht so ganz unkommentiert stehen lassen, denn obwohl der Artikel eigentlich recht fair geschrieben ist, finde ich, dass die wenigen schwarzen Schafe unter den Cachern das ganze Hobby in den Schmutz ziehen. In dem Artikel wird nämlich kaum ein Wort darüber verloren, was man als Cacher so alles zu beachten hat und dass es Regeln gibt, an die man sich zu halten hat. Klar, gibt es immer Leute, die sich nicht an Regeln halten, aber deswegen gefährdet Geocaching nicht die Umwelt. In der Geocaching Community wird im Forum über diese schwarze Schafe diskutiert. Ich denke nicht, dass Logs während irgendwelcher Brut- oder Schutzzeiten ohne Konsequenzen für den Logger bleiben.

Die Verstecker

Als Cacheverstecker muss man sich gründlich Gedanken über das Versteck machen. Zuerst muss man eine geeignete Stelle finden (wieso will man dort einen Cache verstecken, was hat dieser Ort besonderes und wie kann man den Cache dort muggel- und wetterfest anbringen). Dabei ist Tier- und Naturschutz natürlich zu beachten. In was für einem Gebiet verstecke ich, stört man Tiere, sind dort Brutplätze, wem gehört das Grundstück, etc. In der Cachebeschreibung kann man im Zweifelsfall auf Brutzeiten hinweisen, in denen der Cache nicht gehoben werden darf. Genauso ist es mit Massencacherei (eine Horde von zehn Mann kann in den meisten Fällen nicht leise und umweltbewusst, d. h. ohne eine Schneise in den Wald zu trampeln, durch einen Wald gehen). Sowas kann man formulieren und als Cache-Owner demensprechende Logs nicht gelten lassen. In den meisten Cachebeschreibungen steht oft eh drin, dass man die Wege nicht verlassen darf bzw. an welchen wenigen Stellen das erforderlich ist. Nachlesen kann diese Regeln zum Beispiel auf der Seite Geocaching.de

Die Sucher

Wenn man auf die Suche geht, dann geht man ja gerade deshalb gerne cachen, weil man an Orte geführt wird, die man nicht kennt, die besonders schön und darum schützenswert sind. Es sind eben nicht (nur) die Touristenattraktionen und belebten Plätze, sondern eher die kleinen unberührten Nischen, die man so zu Gesicht bekommt. Dementsprechend verhält man sich normalerweise auch. Man hält sich an die Anweisungen und Hinweise in der Cachebeschreibung. Man reißt beim durch den Wald gehen keine Äste oder Pflanzen ab, versucht möglichst wenige Spuren zu hinterlassen. Man verhält sich leise und lässt selbstverständlich keinen Müll zurück! Im besten Fall nimmt man sogar noch gefundenen Müll mit zum nächsten Mülleimer.Entsprechende CITO-Events wurden sogar im Artikel erwähnt. Fenris und ich machen das auch so oft, wenn wir viel Müll finden.

Ich finde darum, dass man eher dafür sorgen sollte, dass auch die letzten schwarzen Schafe einsehen, dass man gerade beim Geocachen seinen Teil dazu beizutragen hat, dass die Natur so erhalten bleibt und nicht den Anschein erwecken sollte, dass Geocachen die Natur kaputt macht. Leider hab auch ich feststellen müssen, dass erwachsene Leute aus meinem Freundeskreis beim Biertrinken an der Weser anfangen, die Kronkorken in die Gegend zu werfen. Wenn man dazu was sagt, wird man sogar noch blöde angemacht. Das Problem, was unsere Umwelt hat, ist ein viel größeres und ich denke, die Geocacher sind diejenigen, die sich da mehr drum sorgen als andere.

Es ist natürlich eine Tatsache, dass Geocaching momentan scheinbar voll am boomen ist. Wir sehen es ja an uns selbst, wir wurden innerhalb kürzester Zeit “angefixt” und haben mehr als zehn Leute aus dem Freundeskreis damit angesteckt. Bremen ist voll mit Geocaches, aus gutem Grund gibt es eine Abstandsregelung. Viele Caches sind hochfrequentiert und meiner Meinung nach liegt es sowohl in der Verantwortung des Versteckers, dem Andrang angepasste Verstecke zu finden bzw. des Suchers, sich angemessen zu verhalten.

Das musste ich zu dem Thema doch noch mal loswerden. Und nun dürft ihr. ;-)

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